Formen der Anpassung an staatliche Verhaltenserwartungen. Forschung über die DDR-Jugendforschung wichtiges Werk ist das von Friedrich und Griese im Jahr 1991 veröffentlichte „Jugend und Jugendforschung in der DDR“. Meist als gesellschaftlich determiniert erweisen sich Probleme und Konflikte, die Jugendliche mit sich selbst bzw. (2) Aufgabe jedes jungen Bürgers ist es, auf sozialistische Art zu arbeiten, zu lernen und zu leben, selbstlos und beharrlich zum Wohle seines sozialistischen Vaterlandes - der Deutschen Demokratischen Republik – zu handeln, den Freundschaftsbund mit der Sowjetunion und den anderen sozialistischen Bruderländern zu stärken und für die allseitige Zusammenarbeit der sozialistischen Staatengemeinschaft zu wirken. : Friedrich / Griese: Opladen 1991, S. 17. Die Freundschaften, das Mit- und Füreinander war schon prägend. Es gab zahllose Sportgemeinschaften, in denen kostenlos Dass es überhaupt bis 1989 geduldet und nicht schon viel früher liquidiert worden ist, gehört eigentlich zu den Merkwürdigkeiten des Systems in der DDR. Jedoch entfernte man sich von unterschiedlichen Angaben zu Grenzen und Teiletappen des Jugendalters und ging von der Strategie der Jugendentwicklung der Gesellschaft, also von objektiven gesellschaftlichen Bedingungen aus, womit beispielsweise die frühe Institutionalisierung der Kindes- und Jugendphase zunächst durch die Pionierorganisation und später durch die FDJ gemeint ist. Zur optimalen Darstellung unserer Webseite benötigen Sie Javascript. Pages 140-141. Sie wollte eine auf die Probleme, Bedürfnisse, Interessen und objektiven Lebensbedingungen der Jugend gerichtete, interdisziplinär orientierte und zusammengesetzte, empirisch fundierte, moderne sozialwissenschaftliche Jugendforschung entwickeln. Die Jugend als homogene Massenerscheinung gibt es nicht. Bereits 1968 begann man mit einer Längsschnittstudie bei über 1200 Leipziger Schülern aus 6. Vorbetrachtungen: Die Funktion der Arbeitsgemeinschaften Es ist ehrenvolle Pflicht der Jugend, die revolutionären Traditionen der Arbeiterklasse und die Errungenschaften des Sozialismus zu achten und zu verteidigen, sich für Frieden und Völkerfreundschaft einzusetzen und antiimperialistische Solidarität zu üben. Ihr Streben, sich den Marxismus- Leninismus, die wissenschaftliche Weltanschauung der Arbeiterklasse, anzueignen und sich offensiv mit der imperialistischen Ideologie auseinanderzusetzen, wird allseitig gefördert. Auch die Studien zum Partner- und Sexualverhalten der 70er, Anfang der 80er und schließlich Ende der 80er Jahre besitzen eine hohe Vergleichsfähigkeit und historische Aussagekraft.[17]. Nur wenige Betriebe boten Halbtagsstellen an. In der Jugendsoziologie, besonders aber in der Jugendpsychologie der DDR, herrschten große Unklarheiten über die Definition des Jugendalters vor. 2.3. Globale Aussagen standen nicht im Mittelpunkt der Arbeit. Einige der Treffpunkte entwickelten sich zu republikweiten Kultstätten, so das "Café Impro" in Magdeburg oder die Studentenklubs "Moritzbastei" und "Turm" in Leipzig und Weimar. [3] Vgl. Deren spezielle Lebensbedingungen und Probleme in der beruflichen Ausbildung und Arbeit, im Studium, besonders aber auch die Wert- und Lebensorientierungen, die speziellen Kommunikationsformen in der Partnerschaft, Familie, Freizeit wurden mit größeren Studien detailliert untersucht. - Jugend und Bildung.[12]. [7] Vgl. Dafür sorgten politische Zensoren/ Funktionäre sowie nicht wenige politisch- konformistische Fachleute als “Gutachter“. Für individuelle Fö… 1948 sammelte die FDJ für den Bau von Neubauernhäusern, 1950 für den Ofen 5 des Stahl- und Walzwerkes Brandenburg und 1970 bis 1973 für den Aufbau des VEB Robotron. So erarbeitete sich das ZIJ nach und nach, trotz zahlreicher Anfeindungen, Repressionen und Zurechtweisungen, einen für DDR-Verhältnisse bemerkenswerten Spielraum und gewann ein zunehmendes Eigengewicht. [19] Gefordert waren eine aktive und verantwortungsbewusste Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, bei der Verwirklichung von Schwerpunktaufgaben in der Volkswirtschaft, aber auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen. Für die detaillierte Darstellung der einzelnen Freizeitbereiche ist es notwendig, gewisse Vorbetrachtungen, wie den Begriff Freizeit und seine Problemstellungen oder Freizeitumfang und -budget von DDR-Jugendlichen zu erläutern. Preview Buy Chapter $29.95. Hier wurden die Forschungskapazitäten konzentriert, was ihnen bald eine Art Monopolstellung einbrachte. Soziologisch gesehen, war die entscheidende Erklärungsvariable für die Jugend, die Tatsache, dass sie den Nachwuchs für die verschiedenen Klassen und Schichten der DDR darstellte und dadurch eine spezielle Position in der Sozialstruktur einnahm. Auch heute noch, 18 Jahre nach der Wende, besteht verständlicherweise ein verbreitetes Interesse an der Jugend in der ehemaligen DDR. [13] Vgl. Durch das unmissverständlich ausgesprochene ministerielle Verbot, in Schulen weitere Untersuchungen durchzuführen, befasste sich die zuletzt genannte Abteilung mit einer verdeckten, weil ja nicht erlaubten Schülerforschung. P. Chr. Jugend in der DDR 2. Herausbildung einer „Jugendkulturszene“ in der DDR, 5. Unsere Geschichte - Meine rebellische Jugend. 4.2.1. 8. Eintritt und Austritt aus der Jugendphase sind nicht an ein bestimmtes Datum im Lebensalter gebunden, sondern sie ist dann beendet, wenn die Entwicklungsaufgaben der Jugendphase bewältigt sind. Im Jahr 1964 hatte sich bereits ein Wissenschaftlicher Beirat für Jugendforschung konstituiert, dem bekannte Wissenschaftler der Psychologie, Pädagogik sowie Jugendfunktionäre und Vertreter einiger Ministerien angehörten. : Micksch, Jürgen: Jugend und Freizeit in der DDR, Opladen 1972, S. 19. Die meisten Daten und Studien gelangten nicht an die Öffentlichkeit. [18] Diese Jugend kannte angeblich „keine Ausbeutung, soziale Unterdrückung und Benachteiligung“. Ehemalige Freunde und Weggefährten besuchen. In der DDR war fast jeder Mitglied in einer solchen Organisation, da man ansonsten sozial benachteiligt und ausgegrenzt wurde. Zunächst soll mithilfe der genaueren Untersuchung von Voraussetzungen und Bedingungen, Kenntnis über die Jugendforschung in der DDR gewonnen werden. [18] Vgl. Diese Erziehung betraf die ganze Gesellschaft, besonders aber die junge Generation. - Jede Arbeit findet Leser, Technische Universität Dresden : Jugendgesetz der DDR, Berlin 1974, S. 5. Opladen, Westdeutscher Verlag, 1972 (OCoLC)609907778 Neben der der SED-Ideologie gemäßen Organisation der Jugendkultur mit einer starken Reglementierung und Einbindung von Jugendlichen in den Aufbau des Sozialismus existierte aber stets eine weitverbreitete subkulturelle Jugendkultur in der DDR in Anlehnung und Hinwendung an internationale und westliche Vorbilder. des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung der Fakultät für Pädagogik der Universität Bielefeld), Weinheim, München 1991, S. 11. : Friedrich, Walter/ Griese, Hartmut (Hrsg. Ebenso werde ich Stellung nehmen zu Inhalten, Aussagen, Forschungsergebnissen, methodischem Vorgehen und theoretischen Interpretationen des ZIJ. - Studien-, Berufsmotivation Organisierte Freizeit im Pionierpalast. - Wert- und Lebensorientierungen 7. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen wurden kurzfristig zentralen Stellen zur Verfügung gestellt. : Hennig, Werner/ Friedrich, Walter (Hrsg. Gesellschaftspolitische Situationen, Sozialisation und Mentalitätsentwicklung in den achtziger Jahren, Opladen 1991, S. 11. Zum einen durfte nicht jede Platten aufgelegt werden, zum anderen galt die Vorschrift, dass zu mindestens 60 Prozent Osttitel gespielt werden müssten. So wurden in den 70er und 80er Jahren jährlich zehn bis fünfzehn größere Studien zu den verschiedensten Themen des Lebens Jugendlicher organisiert, darunter größere Längsschnitt-Untersuchungen über fünf bis zwölf Jahre hinweg. Die Veränderungen der politischen, sozialen, kulturellen Einstellungen und Verhaltensweisen, des Denkens, der Motive und Lebensansprüche haben stets stark interessiert. März 1946 gegründet. Theoretisch wie praktisch relevanter waren Forschungen zu den differenzierten Lebenslagen, Biografien und Mentalitäten der Jugendschichten. Der damalige Entwicklungsstand in der DDR wurde von der SED selbst als „entwickelte sozialistische Gesellschaft“ bezeichnet, in der sich die Menschen schrittweise zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ entwickeln sollten. Das Leben in der DDRwar von der Geburt bis zum Einstieg ins Berufsleben durchgeplant. Der Fakt, dass sie häufig im Widerspruch zu den geschönten Routine-Einschätzungen verschiedener Ministerien bzw. Ziel dieser Untersuchung soll es sein, das Freizeitverhalten der Jugendlichen in der DDR zu beschreiben und erklärende Hypothesen für ihr Verhalten aufzustellen. Wie war das damals: FDJ? Kein Wunder, denn schließlich berichteten sensationshungrige Journalisten 1956 fast täglich über Halbstarkenkrawalle auf den Straßen. Seit Anfang der 80er Jahre wurden wiederum verstärkt sozial-psychologische Positionen zur Ausgangsbasis der theoretischen Arbeit. Sie war die Organisation der Jugendlichen und jungen Menschen der DDR. - Jugend auf dem Lande ( Landjugendforschung ) Doch die "sinnvolle Freizeitgestaltung" konnte auch anders geleistet werden: als Hauhaltshilfe für alte Menschen, durch wöchentliche Pioniernachmittage, die Gestaltung der Klassenwandzeitungen oder auch den Wettbewerb um die Goldene Eins im Straßenverkehr. Juristisch war die Jugend damit eine Übergangsstufe vom nicht verantwortungsfähigen Kind zum voll verantwortlichen und gesellschaftsreifen Erwachsenen ab 18 Jahren. Im Zentrum der Forschungsstrategie der ontogenetischen Entwicklung stehen die Prozesse der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Solche Vergleichsforschungen spiegelten in den 80er Jahren die bedeutenden Wandlungen in den politischen Anschauungen, Werten und Identifikationen aller Schichten der damaligen DDR-Jugend sehr anschaulich wieder. Sie wies die Forschungsergebnisse des ZIJ zu „politisch- ideologischen Einstellungen der Schüler“ als unzutreffend, oberflächlich, den Informationen ihres Apparates widersprechend zurück und verbot weitere Forschungen an ihren Schulen. Die meisten Klubs entstanden zu Beginn der 70er Jahre und waren fest in FDJ-Hand. Preview Buy Chapter $29.95. So war es möglich, historische Veränderungstrends, Wandlungsprozesse bei Wert- und Lebensorientierungen der verschiedenen Jugendschichten, in ihrem weltanschaulich-politischen Denken und Verhalten, aber auch in ihrer intellektuellen Leistungsfähigkeit und in vielen anderen Lebensbereichen nachzuweisen. Erst verhältnismäßig spät rückte die Jugend der DDR in das Blickfeld der Sozialforscher. Dementsprechend wurden Anfang der 70er Jahre folgende Abteilungen am Institut gegründet: - Jugend und Studium ( Studentenforschung ) 3.2. Micksch, Jürgen. Bereits 1969/70 kam es zu einer gefährdenden politischen Konfrontation mit der damaligen Ministerin für Volksbildung, Margot Honecker, die sich eine solche Einmischung in ihre Ressortangelegenheiten nicht bieten lassen wollte. - Jugend und Freizeit ( Kultur- und Medienforschung ) ), DDR-Jugend heute. [1] Vgl. Da man in Sachen Jugend, der Zukunft der Nation, nicht hinter dem “Klassengegner“ zurückbleiben wollte, wurde also nach einigem Hin und Her die Gründung des ZIJ beschlossen. Um sie dazu zu befähigen, wurden Systeme der Anforderungen und der Förderungen für die Jugend geschaffen, deren Inhalte und Formen im Jugendgesetz sowie in anderen jugendpolitischen Dokumenten fixiert wurden. Ausgewählte Freizeitbereiche Jugend in der DDR Verhinderter Spitzenathlet Eine echte Sportskanone war Marko Schubert nie. Dass sich später so manche Studentenklubs trotz ihrer formalen FDJ-Vorherrschaft zu Keimzellen des Widerspruchs entwickelten, war seitens der Staatsmacht keinesfalls gewollt. Teilweise wurden komplexe Vergleichsstudien über größere Zeitabstände durchgeführt, z.B. Daten und Ergebnisse der Jugendforschung vor der Wende (im Auftr. 6 FDJ Gliederung 3. Ihr provokatives Auftreten wurde schnell zum Sinnbild einer ganzen Generation. Additional Physical Format: Online version: Micksch, Jürgen, 1941-Jugend und Freizeit in der DDR. Es wurden vor allem größere empirische Untersuchungen zu den verschiedensten Jugendthemen durchgeführt, vorwiegend bei Schülern und Lehrlingen. Und die hatten es nicht einfach. Wie war die Erziehung in der Bdr? Nach 1945 war die empirische Sozialforschung politisch suspekt. DDR ± Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche Allgemein: Einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in der DDR war der Sport, welcher vom Staat stark gefördert wurde, dazu gehörten Sportarten, wie Radfahren, Tischtennis, Schwimmen, Fußball, Turnen und Leichtathletik. [13] Bei der zuerst genannten Strategie spielen die sich im Laufe der Zeit verändernden Merkmale der Persönlichkeitsentwicklung/ Mentalität oder Lebensweise junger Generationen eine Rolle. Medien in der DDR: Welche Medien habt ihr genutzt? Januar 1974“ sowie „Jugend- FDJ- Gesellschaft. Die der ontogenetischen Personalisationsforschung am besten entsprechende Untersuchungsstrategie ist die Längsschnittmethode, also in bestimmten Zeitintervallen wiederholte Messungen bei identischen Populationen/Personen. Für fleißiges Sammeln gab es sogar ein Lob beim Fahnenappell und ein paar Mark für die Klassenkasse. Es gehörte zu den grundsätzlich kommunistischen Zielsetzungen, einen neuen Menschentyp hervorzubringen, den „neuen Menschen“. In zahlreichen Gesetzen und Verordnungen wurden einheitliche staatliche Zielvorstellungen für die Freizeitgestaltung der Jugend aufgestellt, angestrebt wurde dabei eine sich vielseitig betätigende sozialistische junge Generation. - Publikation als eBook und Buch Ein sowohl für meine Arbeit als auch für die nach der Wende betriebene DDR-Jugendforschung bzw. Sie wurde zielstrebig zur aktiven und schöpferischen Mitgestaltung der Gesellschaft herangezogen. Die Kleinkinder kamen schon mit dem ersten Lebensjahr in die Kinderkrippe. Der Jugendbegriff und das Jugendalter wurden hier biologisiert bzw. 5.1. Jürgen Micksch. [2] Vgl. Junge Pioniere? Ludz, Nr. In der FDJ sollte … [20] Vgl. : Hennig / Friedrich: München 1991, S. 14f. Der nächste Untersuchungsschwerpunkt soll diese Vielseitigkeit genauer beleuchten und den Blick auf spezielle Freizeitbereiche lenken, dazu gehören die gesellschaftspolitischen Tätigkeiten, bei denen die FDJ eine zentrale Position einnahm, die kulturell-künstlerischen Interessen (Lesen, Theater, Film, Musik) sowie die Mediennutzung (Fernsehen, Rundfunk, Presse) und der Sport. In der FDJ sollte der Nachwuchs für die SED herangezogen werden. Die jungen Menschen sollen sich durch Eigenschaften wie Verantwortungsgefühl für sich und andere, Kollektivbewusstsein und Hilfsbereitschaft, Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit, Ehrlichkeit und Bescheidenheit, Mut und Standhaftigkeit, Ausdauer und Disziplin, Achtung vor den Älteren, ihren Leistungen und Verdiensten sowie Verantwortungsbewusstes Verhalten zum anderen Geschlecht auszeichnen. Auf diese Fragen geben Kohorten- / Generationsvergleiche eine Antwort. Die Jugendlichen, die eine Berufsausbildung aufnahmen, erreichten die wirtschaftliche Selbständigkeit bereits mit 18 Jahren, andere dagegen, die beispielsweise ein Fachsschulstudium absolvierten, erst mit etwa 19 Jahren.[3]. : Friedrich: Berlin 1975, S. 21. Zahlenan- gaben hinter den Verfassernamen beziehen sich - wenn nicht anders angege- ben - auf die numerierten Titel im Literaturverzeichnis). Zumeist fanden die Kurse in den Schulen statt, teilweise aber auch in Pionier- oder Kulturhäusern. 1. Große Bedeutung maß man auch den historischen Vergleichen der Lebenslagen und Mentalitäten junger Leute bei. Doch solche Risiken wurden bewusst eingegangen, weil sonst auf wichtige und interessante Probleme des Überganges vom Kinder- zum Jugendalter, auf die Schülerpopulation hätte verzichtet werden müssen. [8] Dem ZIJ wurde daraufhin eine Lektion erteilt, es wurde ein- und ausgegrenzt. Auf Beschluss des Ministerrates der DDR wurde das Zentralinstitut für Jugendforschung (ZIJ) mit Sitz in Leipzig gegründet. Der Zerfall der SED-Diktatur in der DDR und die Vereinigung der beiden deutschen Staaten veränderten auch die Rahmenbedingungen der sozialgeschichtlichen Forschung über den zweiten deutschen Staat. Die Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache, wenn es darum ging, mit einem Handwagen von Haus zu Haus zu ziehen, um "Sekundärrohstoffe" zu sammeln: Lumpen, Flaschen oder Altpapier.Die legendäre Aktion SERO (Sekundärrohstofferfassung) wurde vorwiegend von Jungpionieren ausgerichtet. Klassen ( 12-/13jährigen), die in Jahresintervallen, ab 1970 illegal in ihren Schulen, mit einem umfangreichen methodischen Programm auf Merkmale ihrer körperlichen, intellektuellen, sozialen, kulturellen, politischen Entwicklung untersucht wurden. DDR - Jugendliche in der DDR 2. - Politische Einstellungen und Aktivitäten So waren die Schwerpunkte dieser Studien z.B. Der Jugendbegriff in der DDR - Partnerschafts-, Familienbeziehungen Für die MitarbeiterInnen des Instituts war das verständlicherweise eine entwürdigende, dem Wissenschaftsethos widersprechende, psychisch kaum zu ertragende, teilweise arbeitsdemotivierende Situation. Um die in der DDR organisierte Freizeit einmal an einem regionalem Beispiel bzw.